Der Kampf um den Cup

Adventure CupSuper, in diesem Jahr durfte ich zum ersten Mal mit auf den Adventure Cup fahren. Das ist ein Wettkampf, bei dem viele verschiedene Kinderheime mitmachen. Über Fronleichnam sind wir in das Jugendhilfezentrum Raphaelshaus nach Dormagen gefahren. Dort bauten wir am ersten Tag zunächst unsere Zelte direkt neben dem Hochseilgarten, den das Kinderheim hat, auf. Insgesamt reisten 17 Mannschaften mit jeweils vier Kindern an. In jeder Mannschaft gab es einen Schutzengel. Man erklärte mir, dass der Schutzengel ein Erwachsener ist, der uns gut kennt, und der während des ganzen Wettkampfs aufpasst, dass uns nichts passiert. Der Schutzengel durfte uns aber nicht helfen ganz schön gutes Gefühl auch sehr schwere Aufgaben alleine zu lösen.

Am ersten Tag sind wir bei brütender Hitze 70 km Fahrrad gefahren. Diejenigen, die besonders fit waren, konnten sogar 100 Kilometer fahren. Wir waren ziemlich fertig, aber auch sehr stolz als wir ins Ziel einfuhren. Am nächsten Tag folgte ein Höhepunkt des Wettkampfs. Wir durften auf den Hochseilgarten. Das war ziemlich aufregend. Von 22 Meter Höhe stürzten wir uns z.B. über eine Seilrutsche in die Tiefe. Manch einem schlotterten ganz schön die Knie. Beim Klettern in der Boulderhalle habe ich mir einen heftigen Muskelkater zugezogen. Wir waren alle ganz schön froh, als wir abends endlich ins Bett fallen durften. Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Mit unseren Autos fuhren wir an die Sieg. Dort ging es auf die Kanustrecke. Manche Kenterung war an diesem heißen Tag eine herrliche Erfrischung. Ich glaube, dass einige Boote extra umgefallen sind. Aber nach der Kanustrecke war der Tag noch nicht zu Ende: gleich darauf ging es zum Wandern. Mit Karte und Kompass schlugen wir uns durch die Wälder. Toll war, dass jede Gruppe den Weg fand, wenn auch einige bis in die Dunkelheit hinein wanderten. Dann mussten wir schnell schlafen, denn am nächsten Morgen wartete der legendäre Triathlon auf uns: Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Danach bauten wir unsere Zelte ab und fuhren zurück nach Siegburg. Ich glaube, dass es für unsere Schutzengel eine ruhige Rückfahrt war, denn wir schliefen fast alle im Auto. Im Kinderheim wurden wir von den Daheimgebliebenen mit einem großen Plakat begrüßt. Stolz haben wir von unseren Leistungen erzählt.

Eine Siegerehrung gab es noch nicht, denn der Adventure-Cup besteht aus zwei Teilen. Im Herbst müssen wir erst noch in Tschechien eine Woche gute Leistungen erbringen, bevor der Sieger feststeht. Noch drei Monate, dann geht es also weiter!!!

Ich