Projekt „Blue Point“
Die
Erfahrungen der Gruppen mit vermehrt aggressiven und
leistungsverweigernden Kindern und Jugendlichen machten die
Notwendigkeit anderer zusätzlicher pädagogischer Einflußgrößen
deutlich, die im Gruppenalltag anzubieten nicht möglich ist.
Aus diesem Grund wurde das Projekt „Blue Point“ ins Leben gerufen.
Ziel dieses Projektes ist es, zusätzlich pädagogische Interventionen mit erlebnis- und sportpädagogischen Mitteln anzubieten. Damit soll den Kindern/Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, durch Erlebnisse und Abenteuer neue, positive Erfahrungen zu machen. Einerseits werden ihnen so weitere Möglichkeiten sinnvoller Freizeitgestaltung aufgezeigt, aber vor allem wird ihnen Gelegenheit gegeben, ihren Bewegungsdrang auszuleben, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu erfahren und Aggressionen zu kanalisieren. Durch gezielte Angebote werden bestimmte Kinder/Jugendliche von einer in diesem Bereich qualifizierten Mitarbeiterin einzeln oder in Kleingruppen, stundenweise gefördert. So hat sich u.a. eine „Tanz-Arbeitsgemeinschaft“ aus jugendlichen Jungen und Mädchen etabliert, die 1–2 mal pro Woche zusammentrifft.
Für dieses Projekt werden die Möglichkeiten des Heimes und der Umgebung genutzt, z.B. durch:
- Erlebnis- und Vertrauensspiele im Wald,
- Expeditionen und Wanderungen mit Übernachtung,
- Klettern an der Naturwand oder in der Halle
- Mountainbiketouren
Ergänzt wird die Palette durch Sportangebote, wie z.B.
- Aerobic, Gymnastik
- Badminton
- Joggen
- Tanz
Viel Wert wird bei diesen Angeboten auf einen wohldosierten Wechsel von aktiven und entspannenden Elementen (z.B. meditatives Malen, Traumreisen, Massage, Entspannungs= Übungen) gelegt.
Das Projekt „Blue Point“ ist eine an den individuellen Bedürfnissen und Defiziten der Kinder / Jugendlichen orientierte, sehr flexible Maßnahme, die in Absprache mit den zuständigen Gruppen auf Fortschritte im Bereich der Körper- und Selbstwahmehmung sowie der Stärkung der individuellen Fähigkeiten hinarbeitet.
